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Wenn es zu viel wird....

Am 11. diesen Monats erzählte sie mir, die eine schwere Zeit durchlebte, dass aufgrund des verstorbenen Verwandten der Druck entsteht Platz zu schaffen. Dort wo Möbel stehen, die sie im Sommer 2016 bei meinem Umzug von einer Wohnung in ein Haus haben wollte um sie Studenten zu spenden. Da mein damaliger Freund und sein Kumpel diese sonst zur Müllkippe gebracht hätten, war da keine weitere Fragen. Wir hielten vor ihrem Haus und trugen ein paar Möbel von einem nicht ganz vollem Anhänger hinein. Mag sein, dass es mehr waren, als in meiner Erinnerung, auch wenn ich mich nicht mit allen vom Foto identifizieren kann. Ich muss wissen womit ich gelebt habe. Da ich demnächst Möbel brauchen kann, frage ich natürlich nach der Beschreibung und dem Zeitpunkt, weil zur Zeit meine Arbeit und die heimische Baustelle einnehmend sind und es Organisation bedarf. Das nehme ich auf mich, weil es beiden entgegen käme. Möbel von denen ich mich getrennt habe, könnten mir nun helfen und wenn ich ein paar nehme, hilft es ihr auch sehr. Am Montag darauf biete ich Donnerstag an um danach zu schauen. Sie aber drängt wegen weiterer Termine ihrerseits auf Mittwoch. Puh. Knapp. Nie im Leben. Ich versuche es. Biete als Alternative an mich an Entsorgungskosten zu beteiligen, weil ich weiß, dass sie finanziell oft besorgt war. Plötzlich kommt es mir vor als sehe sie es als meine Pflicht, weil es ja mal meine waren. Uff. Was? Wenn mein Gebrauchtwagen liegen bleibt, muss sich ja auch nicht der Vorbesitzer um alles kümmern. Ich kam ihr entgegen. Sie drängt und das hart. Alsob ich es müsste. Nein. Ich sag ihr wie es ist. Es ändert sich nicht. Im Gegenteil. Dann hat ihr Vater eine Entsorgung angeboten, schreibt sie mir. Das kommt mit erleichternd vor. Weniger Zeitdruck, kein Platzmangel auf der Baustelle. Garage voll, scheune voll, Obergeschoss kaputt. Das war schon schwierig genug bis jetzt. Ich nehme an, dass es auch für sie weniger Druck ist. Ihre Stimmung aber wird zynisch. Das trifft mich. Ich verstehe das nicht, wiederhole von dem ich annahm was der Knotenpunkt des Tonfalls ist. Keine Änderung. Ich bin sauer. Ich hab Grenzen. Das ist mir zu viel, dass ich mir offensichtlich anhören muss, ich sei nicht für sie da. Wie weit ich auf die zukomme, sieht sie nicht. Ich schreib oftmals zuerst, biete Termine an, habe immer das Gefühl bei ihr geht es nicht. Sie ist im Stress, muss alles zusammenlegen, alles ist eilig. Wenn man dann da ist, ist nichts los. Spaziergänge sind außer Mode oder man fängt Pokémon, ansonsten ist man immer umgeben. Mich wunderte schonmal, dass mehrfache Mütter es öfter zu mir nach Hause zog, als sie. Das hätte ich mir anders gewünscht. Ich hab weniger Zeit als früher und bin weniger nah dran. Bei unserem Gespräch, als sie tatsächlich einmal da war, sagte sie schon, dass sie zukünftig mehr für sich tun wolle und sich weniger Druck von den Erwartungen anderer. So sollte das jeder machen. Das hab ich auch im Leben gelernt. Allein, wenn man immer versucht es allen recht zu machen, dann bleibt man selbst zurück, ist irgendwann kaputt. Unser Gespräch in der Gegenwart geht nicht gut aus. Ich versuche es mit der “auf-den-Tisch-hauen“-Variante, allerdings nicht um zu bezwecken, dass sie den Kontakt komplett abbricht. Genau das passiert allerdings. Eigentlich wollte ich das jetzt komplett neu aufbauen, allgemein ungeklärten Gesprächsbedarf anführen und anbieten, dass ich sie nach Feierabend abhol. Stattdessen bin ich baff. Fordernd, frech, provozierend, aufzwingend, verständnislos. So kam sie mir vor, wo sie vorher für mich schützenswert war, ich sie unterstützen wollte. Wow. Ich fasste dies noch zusammen, obwohl ich nicht unbedingt damit rechnen kann, dass sie dies liest und verstehen mag. Ich sage den Anhänger wieder ab. Papa ist erleichtert. Ich wünsche mir, wenn ich der Anfang für ihre Lebensorganisationsverbesserung bin, dass es ihr hilft. Ich denke die ganze Zeit daran und bin traurig über ihr Verhalten. Ich stand doch bereits in den Startlöchern...
17.8.17 11:14
 
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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(17.8.17 13:23)
---Bei unserem Gespräch, als sie tatsächlich einmal da war, sagte sie schon, dass sie zukünftig mehr für sich tun wolle und sich weniger Druck von den Erwartungen anderer. So sollte das jeder machen. Das hab ich auch im Leben gelernt. Allein, wenn man immer versucht es allen recht zu machen, dann bleibt man selbst zurück, ist irgendwann kaputt.---

Vielleicht ist SIE ein solcher Ballast für dich.
Denk mal drüber nach.
Ist ja nicht so, dass es zum ersten Mal zu so einem bescheuerten Streit kommt.

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