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Ich hab in meiner mündlichen Abschlussprüfung die Bestleistung geschafft, ich habe meine Plan-B-Ausbildung mit 1 abgeschlossen und ich habe eine unbefristete Vollzeit-Stelle. Ich bin am Wochenende vor der Prüfung in das Reihenhaus gezogen und meinen alternden Kater habe ich für den Übergang bei meiner Mutter untergebracht. Mein Vater wird Samstag aus dem Krankenhaus entlassen. Ich bin am Ende meiner Kräfte. Gestern Abend habe ich geweint. B. verstand das. N. war auf Nachtschicht. Ich vermisse meine Katze so sehr. Ich tu schon so lange so vieles und muss an so vieles denken.N. sagt nicht “gut gemacht“ oder “ich bin stolz auf dich“. Er sagt wie mein Arbeitgeber, dass er nichts anderes erwartet hat. Am Ende übersteh ich immer alles. Vor zehn Wochen sagte er, er kümmere sich darum, dass alles bestmöglich läuft... ...und alles zieht sich. Es ist schwer für uns beide - ein Umzug - aber wir arbeiten beide, müssen beide essen und schlafen. Er nimmt meinen Kummer nicht ernst. Ich möchte anfangen mich heimisch zu fühlen. Ich habe bereits Küche, Bad und Schlafzimmer ordentlich gemacht. Ich brauche mehr Unterstützung, die logisch und von alleine denkt und nicht noch rauszögert und dann sagt “deine Mutter hat doch gesagt, die Katze kann erstmal da bleiben“ oder “warum machst du das nicht?!“.Meine Mutter hat einen Schlüssel. Sie hat die Fenster und Bäder geputzt. Sie versteht mich, aber meint dass N. nunmal so ist. Er wisse nicht was in mir vorgeht und wie viel mir das bedeutet oder wie anstrengend alles ist. Das kenne er ja gar nicht. Gerade jetzt schläft er noch. Ich bohre nicht, weil er schläft, ich habe nur leise Dinge gemacht. Ich weine wieder. Ich will meinen Kater um mich und verstanden werden. “Zeig anderen nie deine Probleme, nur deine Erfolge“ gilt doch nicht für Beziehungen, oder?
7.7.16 14:15


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