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Die Treppe im RE1 löst Erinnerungen aus...

Da saß ich vorhin umringt von zu kopierenden Unterlagen für ein neues Problem. Alles war gut gelaufen. Sogar den Ausgangstest des Prüfungsvorbereitungsseminar verließ ich mit einer Eins. Jetzt aber zittere ich darum, dass bei zu langer Antragsdauer ich die Miete und alles Andere alleine mit meinen 580€ tragen muss. Mein N. ist arbeitslos und musste sich vom Weiterbildungskolleg abmelden, weil er durchgefallen wäre. Also auch kein Bafög. Ich hasse diese Situationen. Abgesehen dass so etwas immer dann los ist, wenn es bei mir gerade eben stabil geworden ist, hasse ich Diskussionen die man nur führt, weil man es nur gut meint, den anderen aber scheinbar damit nervt und in die Enge drängt, sodass dieser in einer Art Schockstarre erstmal alles ignoriert was gut gemeint war. Der Januar ist vorbei und hinterließ ein neues Problem. Noch auf dem Seminar bekam ich komische Gedanken. Einen Abend fühlte ich mich unter anderen anders und nicht wohl und sehnte mich nach spaßen und blödeln … mit C. Also dem C., den ich in meiner Erinnerung über-idealisiere. Den, den es nicht (mehr) gibt. Ich fragte mich zwar jeden Abend was N. macht, aber in dieser Situation war es C. Vielleicht ein bisschen, weil ein Seminarteilnehmer und dessen Freundin, die auch teilnahm, mich an uns erinnerten. An das alberne, herzlich-leidenschaftliche, weckende und lachende wir-Sein. K., seine kleine J. und ich hatten nicht viel miteinander zu tun, aber da waren Gespräche über Lost und Pokémon und weitere Kleinigkeiten und sie lächelten mich immerzu an. K. gestikulierte viel mit seinen Fingern, wobei man sah dass an seinen Armen und Händen sich die Adern ausbeulten und sein ganzer schlaksiger Körper mit samt Kopf und Schultern „mitsprach“ und ich sah das und vermisste C. Auch im RE1, als ich auf die Treppe sah, als ich stehen musste, dachte ich an Zugfahrten mit C. und T. Nicht gut. Deshalb umso unguter immer wenn N. sich zurückzieht und stur abmauert. Ich bekomme immer dann Zweifel, aber wenn ich dies dann merke, habe ich Angst ihn zu verlieren und dann will ich mit ihm sein und vergesse meinen Kummer darüber was immer mich zum Zweifeln brachte. Er wird sicher einen neuen Job finden, aber er klingt faul, wenn er wählerisch einige (Übergangs-)Chancen ablehnt oder sich um diese nur marginal bemüht. Sich um nichts bemühen... um nichts kämpfen... und für nichts eine Leidenschaft entwickeln.... keine Streitkultur, sondern Sturheit....Attribute, die mich innerlich brodeln lassen wie einen langsam geweckten Vulkan.

1.2.15 21:09


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