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Tai: "Wenns einmal nicht funktioniert, einfach mal feste draufhauen" (aus dem Anime Digimon)

Auf der anderen Straßenseite höre ich Musik, Gelächter und Gläser-klimpern, auf dieser sitze ich am Boden vor einem grünen Zaun. N. habe ich angerufen, obwohl ich weiß, dass er aus der Ferne nicht helfen kann. An ihm wollte ich mich aber beruhigen. Plötzlich steht der sechzehnjährige M. vor mir und hockt sich hin. Mit Tränen in den Augen. Er erzählt mir das B. ihm entwischt ist und dass sie sich geprügelt hätten. Er wolle ihn noch einmal suchen. Dann läuft M. wieder los. Ich stehe auf, gehe langsam um die Ecke und sehe B. zusammengekauert vor einem Garagentor. Er sagt ich solle weg gehen und ich schlage ihm ins Gesicht. Dann läuft er M. in die Arme und dieser hält ihn fest. B. schreit, wehrt sich, schlägt um sich und zieht die Arme aus der Jacke um frei zu kommen. M. bekommt einen Schlag ins Gesicht und wirft mir die Jacke zu, die ich greife und sie B. vor den Kopf haue. Ein Bild für die Götter. Ich, 25 Jahre alt, bin wütend, weil B., 22 Jahre alt, sich betrank und weglief, ich aber dem Chef, der mir den Auftrag gab auf „die jungen Männer“ aufzupassen, sagte ich würde ihn heile nach hause bringen und alles läge nur an dem nächtlichen Zeitungsjob, der B. völlig übermüden würde. Klein M. , 16 Jahre alt, schrie B. an dass er wisse dass diese eine "einzige" Frau ihn nicht wolle und ob es nicht reiche dass er ihn liebe und ich verfluchte diese Unvernunft dass er die Ausbildung aufgeben und sterben gehen wolle, nur wegen einem Fehltritt auf der ersten Weihnachtsfeier! Immerhin hatte ich alles getan und mit den Oberen gesprochen, damit sie nicht schlecht von ihm denken obwohl alles doch so war wie es aussah. Nein! Ich tu sowas nicht für jeden und nicht auf meine Gefahr und nicht, damit es nichts bringt. Insgesamt schlug ich in allen Gefechten 12 Mal zu und ging 2 Mal hinter Ecken heulen und still hören wie B. und M. sich schlugen und anbrüllten, bis ich B. anschrie er solle doch sterben gehen wenn er wolle, aber solle sich bewusst sein dass er der Einzige ist der so schlecht von ihm denkt und etwas gegen ihn tut. Er ging. Als mir auffiel dass M. keine Brille mehr trug, erzählte er mir beim Suchen eine traurige Geschichte und zuhause weinten wir zusammen ins Telefon unseren Kummer an A., die uns um kurz nach 2 ins Bett schickte. M. schlief in dem Bett, dass ich selbst gebaut habe. Heute ist es nur noch ein Gästebett. Ich wartete im jetzigen Schlafzimmer auf N., der immernoch aus war. Immer wieder starrte ich auf Handy, in der Hoffnung dass B. sich melden würde und in der Angst vor dem, was die Kollegen Montag fragen. Das war letzte Woche Samstag.

5.12.14 21:40


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